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Weniger Druckgeschwüre in Heimen und Kliniken

Weniger Druckgeschwüre in Heimen und Kliniken

Photo: Haut 

Wissenschaftler haben festgestellt, dass es deutlich weniger Dekubitus-Druckgeschwüre bei Pflegeheim-Bewohnern und Klinikpatienten in Deutschland 2008 gibt.

Dies geht aus der jährlichen Erhebung des Instituts für Medizin-/Pflegepädagogik und Pflegewissenschaft am Campus Charité Mitte hervor. Im April 2008 haben die Forscher dafür 6500 Bewohner und Patienten in 37 Pflegeheimen und 19 Krankenhäusern genau untersucht.

Pflegewissenschaftler Nils Lahmann, Koordinator der Studie, sieht das Teilergebnis zum Dekubitus als großen Fortschritt: "Seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2000 haben wir dieses Problem an über 60.000 Bewohnern und Patienten analysiert. Obwohl die Zahl der potentiell gefährdeten Menschen gleich geblieben ist, sank der Anteil der tatsächlich an einem Druckgeschwür Erkrankten um die Hälfte", erklärt er. "Das bedeutet, die Prävention wird in den meisten Häusern inzwischen sehr viel ernster genommen."

Seit acht Jahren führt die Charité bundesweite Erhebungen zu zentralen Problemen der Pflege in Heimen und Krankenhäusern durch. Pflegeheime mit mehr als 50 Bewohnern und Kliniken mit über 100 Patienten können sich jetzt an der Untersuchung des Jahres 2009 beteiligen. Sie erhalten einen Bericht, wie es in ihrer Einrichtung - auch im Vergleich mit anderen Heimen oder Krankenhäusern - um die Qualität bei zentralen Pflegeproblemen wie Sturz oder Dekubitus bestellt ist.

Darüber hinaus bekommt jedes Haus auch eine Auswertung der Qualität auf den einzelnen Stationen. "So kann die Leitung in Zeiten knapper Kassen ihre finanziellen Mittel gezielt dorthin lenken, wo es Qualitätsprobleme gibt", erklärt Lahmann. Viele Häuser nehmen mehrere Jahre lang an der Erhebung teil, um auf diese Weise gezielt ihre Fortschritte zu messen. Im nächsten Jahr untersuchen die Forscher erstmals auch die Ernährung in den teilnehmenden Kliniken und Heimen.

REHACARE.de; Quelle: Charité-Universitätsmedizin Berlin

- Mehr über die Charité unter: www.charite.de

 
 
 

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