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Mangelernährung in Heimen entgegenwirken

Mangelernährung in Heimen entgegenwirken

Foto: Gabel und Messer 

Um auf die Problematik der Mangelernährung in Pflegeheimen hinzuweisen, soll die Initiative nutritionDay Aufmerksamkeit auf krankheitsbezogene Mangelernährung richten.

Bis zu 85 Prozent der Bewohner weisen ein Risiko für Mangelernährung auf. Konkrete regionale und internationale Daten zur Krankheitshäufigkeit fehlen aber bisher.

Deshalb wurden an zwei vorgegebenen Stichtagen 2007 und 2008 der Ernährungszustand und die Ernährungsversorgung von insgesamt 5.970 Pflegeheimbewohnern aus acht europäischen Ländern untersucht. Die ersten Ergebnisse aus dem Jahr 2007 zeigen im Allgemeinen ein gutes Ernährungsmanagement in Altenpflegeheimen. So ist der Anteil der mangelernährten Bewohner beziehungsweise derer mit einem Risiko für Mangelernährung geringer als in der Literatur angegeben.

Die Essensaufnahme am Untersuchungstag und die Hilfeleistungen bei der Nahrungsaufnahme sind zufrieden stellend. Es besteht jedoch ein deutlicher Schulungsbedarf der Betreuer für das Erkennen der Mangelernährung. Kognitive Störungen, wie Demenz, erwiesen sich als Hauptindikationen für eine verringerte Nahrungsaufnahme am Untersuchungstag und für künstliche Ernährungstherapien.

Durch den 2.Teil der Datenerhebung nach einem halben Jahr konnte gezeigt werden, wie der ursprüngliche Ernährungszustand die Sterberate der Bewohner beeinflusst. Es zeigte sich, dass das vollständige Aufessen des Mittagessens mit einer höheren Überlebensrate in Zusammenhang steht.

Unterstützung beim Essen und Trinken braucht Zeit. Rund 50 Prozent der BewohnerInnen benötigen Hilfe beim Essen, entweder beim Anreichen der Nahrung oder beim mundgerechten Aufschneiden des Essens. Im Durchschnitt musste den Bewohner zwischen zehn und 20 Minuten pro Mahlzeit geholfen werden.

Doch selbst unbegrenzt zur Verfügung stehende Zeit für die Hilfe bei der Ernährung der Bewohner löst allein nicht das Problem der Mangelernährung. Zusätzliche Faktoren wie das Wissen aller Betreuer um die Ursachen und Folgen von Mangelernährung, das kontinuierliche Angebot einer bedarfsgerechten Ernährung sowie die Gestaltung der Mahlzeiten spielen ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Nahrungsversorgung von Pflegebedürftigen.

REHACARE.de; Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V.

- Weitere Informationen unter www.nutritionday.org

 
 
 

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