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Helfer und Freund auf Knopfdruck

Helfer und Freund auf Knopfdruck

Foto: Frank Wallhoff mit rotem Assistenzroboter 

Er ist ein unaufdringlicher Retter in der Not und ein exzellenter Skatspieler: Der „Mobile Assistent“ sorgt für mehr Lebensqualität in den eigenen vier Wänden.

Lautlos nähert er sich, plinkert seinem Gegenüber zu und die Vorstellung, er könnte zum Freund werden, ist nicht abwegig. Offiziell heißt er „Mobiler Assistent“. Aber man könnte ihn auch Max oder Paul nennen. Weil er zwei Augen und einen rundlichen Körper hat, erinnert er ein bisschen an ein menschliches Wesen. Der „Mobile Assistent“ hat keine Arme, bewegt sich auch nicht ruckartig und ist leuchtend rot gekleidet.

Frank Wallhoff lehrt seit dem Wintersemester an der Jade Hochschule in Oldenburg im Bereich Assistive Technologie und will seine vielen Visionen bezüglich des „Mobilen Assistenten“ gemeinsam mit den Studierenden weiter umsetzen.

Er soll Menschen jeden Alters in den eigenen vier Wänden hilfreich beiseite stehen, die ein körperliches Handicap haben. „Das betrifft den verunglückten Motorradfahrer ebenso wie den alten Menschen oder jene, die mit einer Körperbehinderung geboren wurden“, sagt Wallhoff.

Mit Hilfe eines Schlüssels, der wie eine Startautomatik im Auto funktioniert, wird der 1,50 Meter große und 75 Kilogramm schwere rote und unaufdringliche Helfer zum Leben erweckt.

Demnächst wird er auf Zuruf reagieren. Er soll einen Notruf absetzen können, Lampen, Fernseher oder Radio einschalten, sie regulieren, das richtige Programm suchen, auf dem Bildschirm anzeigen, wer vor der Haustür geklingelt hat, eine Videokonferenz zum Apotheker oder Arzt des Vertrauens aber auch zu den besten Freunden herstellen, Lebensmittel bestellen oder auch Texte vorlesen. Außerdem soll er mitlernen.

„Er muss Handlungsabläufe kennen und Alarm schlagen, wenn er mehrere Unregelmäßigkeiten feststellt. Eben dann, wenn sein Besitzer plötzlich nicht mehr aufsteht, die Toilette nicht aufsucht und keinen Kaffee kocht“, sagt Wallhoff.

Einige Dinge kann der „Mobile Assistent“ jetzt schon. So entpuppt er sich zum Beispiel als sehr guter Schach- und Skatspieler. „Das ist nur eine Frage der Programmierung“, erklärt Wallhoff. Auch wenn einige Tätigkeiten noch Zukunftsmusik sind, so werden sie dennoch in einigen Jahren möglich sein. „Machbar ist das alles“, bestätigt der Fachmann und setzt bei seinen Entwicklungen vor allem auf eine sehr einfache Bedienung. „Für mich steht der Mensch klar im Vordergrund. Er muss unseren Helfer problemlos bedienen können, indem er ihn anspricht oder auf dem Bildschirm einen Befehl gibt, dass jetzt Schach gespielt wird.“

REHACARE.de; Quelle: Jade Hochschule - Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth

- Mehr über die Jade Hochschule - Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth unter www.jade-hs.de

 
 

( Quelle: REHACARE.de )

 
 

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