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So tickt ... Birgit Kober!
"So tickt ...!"
So tickt ... Birgit Kober!
Was macht andere Menschen im Leben eigentlich glücklich? Wenn Sie sich das auch schon einmal gefragt haben, dann sind Sie hier richtig. In regelmäßigen Abständen stellt REHACARE.de den unterschiedlichsten Menschen immer die gleichen Fragen. Was dabei heraus kommt? Lesen Sie selbst!
19.10.2011
Birgit Kober; © private
Name: Birgit Kober
Alter: 40
Wohnort: München
Beruf: Umschulung zur Heilpädagogin, Sportlerin
Handicap: Ataxie (rollstuhlpflichtig), Epilepsie und Schwerhörigkeit
Sie holt sich einen Weltmeistertitel nach dem anderen und bricht alle Rekorde im Kugelstoßen und Speerwurf: Birgit Kober landete erst nach einem Behandlungsfehler im Rollstuhl - und dann auf dem Siegertreppchen. Mit REHACARE.de sprach sie über ihren Motor, ihre Katzen und London 2012.
REHACARE.de: Wann haben Sie das letzte Mal herzhaft gelacht und worüber?
Birgit Kober: Als ich ein paar Kapitel in einem Buch von Herbert Knebel gelesen habe.
REHACARE.de: An welchem Ort sind Sie am liebsten? Und warum?
Birgit Kober: Auf dem Sportplatz, weil ich dort das Gefühl habe, dass ich da das Beste aus mir rausholen kann, dass dort der Motor meines Lebens liegt. Das Werfen macht mich einfach glücklich.
REHACARE.de: Die letzte Mahlzeit in meinem Leben wäre …
Birgit Kober: Sushi
REHACARE.de: Welcher Mensch hat Sie bisher am meisten beeinflusst?
Birgit Kober: Meine verstorbene Mutter, aber in den letzten Jahren mein Trainer Joachim Lipske, der mich sportlich, menschlich und im Kampf gegen die Ataxie extrem weitergebracht hat.
REHACARE.de: Gibt es etwas, das Sie eigentlich wegwerfen sollten, es aber nicht tun werden?
Birgit Kober: Ganz viel Kleinkram, der aber so voller Erinnerungen steckt, dass ich ihn nicht wegwerfen kann.
REHACARE.de: Sie haben eine Million im Lotto gewonnen. Was tun Sie mit dem Geld?
Birgit Kober: Eine Wohnung kaufen, ganz viel von der Welt sehen, den Rest anlegen.
REHACARE.de: Welchen Moment Ihres Lebens würden Sie gerne noch einmal erleben?
Birgit Kober: Es gab einige ganz großartige, sehr glückliche Momente, aber die können einfach so stehen bleiben – ich würde lieber zu dem Punkt zurückgehen, wo ich den ärztlichen Behandlungsfehler eventuell verhindern könnte, wegen dem ich im Rollstuhl sitze.
Weltmeisterin Birgit Kober bereitet sich schon auf die Paralympics 2012 in London vor; © privat
REHACARE.de: Ich wäre gern einmal …
Birgit Kober: Auf der Gorch Fock zum Mitsegeln.
REHACARE.de: Wovon haben Sie die Nase voll?
Birgit Kober: Von Menschen, deren Lebenszweck darin zu bestehen scheint, anderen das Leben schwer zu machen.
REHACARE.de: Wobei können Sie am besten entspannen?
Birgit Kober: Zu Hause auf dem Sofa, die Katzen um mich rum, mit einem guten Buch oder Film und leckerem Essen.
REHACARE.de: Ich höre gern Musik von …
Birgit Kober: Herbert Grönemeyer, Christina Stürmer, Josh Groban und viel Klassik.
REHACARE.de: Auf welche Fragen wünschen Sie sich eine Antwort?
Birgit Kober: Welche Fettnäpfchen oder “Katastrophen“ in den nächsten Jahren auf mich lauern – das wüsste ich gern. Dann könnte ich einige davon umgehen.
REHACARE.de: Wovor haben Sie am meisten Angst?
Birgit Kober: Vor dem Tag, an dem meine Katzen sterben werden.
REHACARE.de: Was wollen Sie im Leben noch erreichen?
Birgit Kober: Unter anderem: Gold bei den Paralympics, die Ausbildung zur Heilpädagogin schaffen und „Spuren hinterlassen“.
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