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Eltern mit Lernschwierigkeiten und ihre Familien

Eltern mit Lernschwierigkeiten und ihre Familien

Foto: Familie 

In einer Studie unter Leitung von Ursula Pixa-Kettner von der Universität Bremen wurde untersucht, wie die Situation von Eltern mit Lernschwierigkeiten und ihrer Kinder verbessert werden kann.

Soziale Ausgrenzung und geringe Chancen im Beruf sind nur einige der Folgen, wenn Menschen unter Lernschwierigkeiten leiden. Auch ihre Kinder sind betroffen.

Zentrale Ergebnisse der neuen Studie sind: Die Familien benötigen verstärkt Unterstützungsangebote vor Ort, damit sie nicht umziehen müssen oder die Familien nicht auseinander gerissen werden. Weiter zeigte sich, dass die betroffenen Familien meist sehr isoliert leben.

Fast die Hälfte der befragten Eltern empfinden die benötigte Hilfe zugleich als Kontrolle und eine Einmischung in den privaten Bereich. In einzelnen Fällen wurde auch Kritik am Umgang seitens der Fachkräfte mit den Familien geäußert. Einige Betroffene wünschen sich einen respektvolleren Umgang, da sie zwangsläufig einen tiefen Einblick in ihr Privatleben geben müssen. Auch seien manche Anleitungen oder Erklärungen nur schwer verständlich.

Ein großes Problem ist für viele Eltern die „Wohnsituation“. Denn oftmals ist eine (vorübergehende) stationäre Betreuung die Bedingung des Jugendamtes, damit die Eltern mit ihren Kindern zusammenleben dürfen. Doch spezifische Einrichtungen für Eltern mit Lernschwierigkeiten gibt es nur an wenigen Orten, sodass die Familien umziehen müssen. Dies ist für die Kinder oftmals sehr belastend, denn auch sie verlieren durch den Umzug ihr soziales Umfeld. Eine weitere Variante ist die familiäre Trennung, da die Väter der Kinder beziehungsweise Lebenspartner der Mütter nicht immer mit aufgenommen werden können.

Folgende Aspekte, so die Ergebnisse der Uni-Forscher, sollten künftig stärker berücksichtigt werden:

• Die Familien benötigen verstärkt gleichwertige Unterstützungsangebote vor Ort.

• Fachkräfte und Kommunen sind gefordert, die Familien darin zu
unterstützen, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

• Ein respektierender Umgang der Fachkräfte mit den Familien ist der Schlüssel für eine gute Unterstützung.

• Verständigungsprobleme könnten durch erklärende Materialien in einfacher Sprache reduziert werden.

REHACARE.de; Quelle: Universität Bremen

- Mehr über die Universität Bremen unter: www.uni-bremen.de

 
 

( Quelle: REHACARE.de )

 
 

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