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Paralympics 2012: Wer? Wo? Was? Warum?

Paralympics 2012: Wer? Wo? Was? Warum?

01.08.2012

Rudern, Radsport, Rollstuhlbasketball – für jeden Sportbegeisterten ist etwas dabei, wenn die paralympischen Sommerspiele am 29. August in London eröffnet werden. REHACARE.de hat die wichtigsten Informationen rund um die Paralympics zusammengefasst.

 
 
Grafik: Britische Flagge, Schriftzug 2012 auf Aschebahn

Die Paralympics finden vom 29.08. bis 09.09.2012 in London statt; © Wim Lanclus/panthermedia.net

Wie alles begann …

Als 1948 die ersten Olympischen Sommerspiele nach dem Zweiten Weltkrieg in London stattfanden, veranstaltete der deutsche Neurologe Ludwig Guttmann ganz in der Nähe die „Stoke Mandeville Games“. Teilnehmer der ersten Rollstuhlwettkämpfe waren kriegsversehrte britische Soldaten, die im Krankenhaus von Stoke Mandeville behandelt wurden. Guttmann fasste den Entschluss, aus diesen Spielen internationale sportliche Wettkämpfe für Menschen mit Behinderung zu machen, die den Olympischen Spielen gleichkommen. 1960 nahmen dann in Rom/Italien bei den ersten offiziellen Paralympics 400 Athleten aus 21 Nationen teil. Zu den ersten paralympischen Winterspielen traf man sich 1976 in Schweden. Inzwischen finden die Sommer- und Winterspiele in einem zweijährigen Wechsel statt. 2014 werden die Winter-Paralympics in Russland ausgetragen, die nächsten Sommerspiele finden 2016 in Rio de Janeiro/Südamerika statt.

 
 
Grafik: Übersicht über einige Sportarten

Bei den Sommer-Paralympics gibt es 20 verschiedene Sportarten; © DBS

Paralympische Sportarten im Überblick

Damit eine Sportart paralympische Disziplin wird, müssen vorher fünf Weltmeisterschaften ausgetragen worden sein. Bei den Sommerspielen in London treten die Athleten in diesen 20 Sportarten zu den Wettkämpfen an: Bogenschießen, Leichtathletik, Boccia, Radsport, Reiten, 5er-Fußball, 7er-Fußball, Goalball, Judo, Gewichtheben, Rudern, Segeln, Sportschießen, Schwimmen, Tischtennis, Sitzvolleyball, Rollstuhlbasketball, Rollstuhlfechten, Rollstuhlrugby und Rollstuhltennis. Bei den Winterspielen kämpfen die Sportler um Medaillen in den Disziplinen Ski Alpin, Ski Nordisch, Sledge-Eishockey, Rollstuhlcurling, Biathlon.

 
 
Grafik: Figuren mit Behinderung auf dem Siegerpodest

Der Kampf um die Medaillen kann beginnen; © panthermedia.net/ iqconcept

Wer kommt auf’s Treppchen?

Tobias Graf hat schon zwei Mal Bronze bei den Paralympics gewonnen. Bei den Paralympics 2012 spekuliert der Oberschenkelamputierte im Radsport auf die Goldmedaille. Leichtathlet Heinrich Popow gilt in den Disziplinen Sprint und Weitsprung als ultimativer Geheimtipp.

Dreimal Bronze und einmal Silber gewann er schon. Reicht es 2012 für Gold? Auf internationaler Ebene ist der Südafrikaner Oscar Pistorius einer der Favoriten überhaupt. Der Leichtathlet startet sogar als erster beidseitig unterschenkelamputierter Sportler sowohl bei den Paralympics als auch bei den Olympischen Spielen.

 
 
Foto: Altes Gebäude

Anlaufpunkt während der Spiele: das Deutsche Haus; © DBS

Treffpunkt Deutsches Haus Paralympics

Sowohl Athleten als auch Gäste aus Wirtschaft, Medien und Politik empfängt der Deutsche Behindertensportverband (DBS) im Museum of London Docklands, dem Deutschen Haus Paralympics. Täglich ab 16 Uhr bieten die Backstein-Gemäuer rund 350 Sportlern und akkreditierten Besuchern Platz. Das Deutsche Haus will aber nicht nur Treffpunkt sein für Athleten, ihre Begleiter sowie für nationale und internationale Gäste, sondern ermöglicht Journalisten ab 14 Uhr in der Medienlounge auch die paralympischen Wettkämpfe zu verfolgen. Täglich um 18 Uhr findet hier außerdem die offizielle Pressekonferenz des DBS statt. Verantwortlich für Planung und Organisation der Einrichtung ist die Deutsche Sport-Marketing (DSM) als offizielle Vermarktungsagentur des Deutschen Olympischen Sportbundes sowie des DBS. Unterstützung bei dieser Aufgabe erhält die DSM durch den langjährigen Partner Messe Düsseldorf.

 
 
Grafik: Zwei Figuren mit Kamera und Mikrofon

In London werden auch junge Journalisten vor Ort sein;
© pixelery/panthermedia.net

Nachwuchsreporter vor Ort

Auf der Aschebahn recherchieren, die Sportler kurz nach ihrem Sieg interviewen – das werden zwölf Jugendliche aus Deutschland im deutsch-englischen Team der Paralympics Zeitung (Paralympic Post) in London erleben. Vorab gab es ein professionelles Medientraining an der Kölner Journalistenschule, in dem sie die handwerklichen Grundlagen des Journalismus gelernt haben. Die deutschen Ausgaben erscheinen als „Paralympics Zeitung - London 2012“ am 29. August 2012 und am 9. September 2012 jeweils als Beilage in „Der Tagesspiegel“, „Die Zeit“, und „Handelsblatt“. Die Gesamtauflage beträgt jeweils etwa eine Million Exemplare und erreicht rund drei Millionen Leser in Deutschland.

Nadine Lormis
REHACARE.de

Weitere Informationen:
Ob detaillierte Informationen zu den einzelnen Wettkampfstätten oder die genauen Sendezeiten im deutschen Fernsehen - der Deutsche Behindertensportverband (DBS) bietet eine ausführliche Sammlung an Informationen auf seiner Internetseite.

www.dbs-npc.de
 
 

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