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Mit dem Rollstuhl zum Arzt
Mainz-Bingen (kobinet) Noch immer sind eine Reihe auch neuerer Arztpraxen nicht für Rollstuhlfahrer oder gehbehinderte Menschen problemlos zugänglich. Dennoch widmen die Ärzte der Barrierefreiheit in Rheinhessen nach Informationen von Radio GanzNormal zunehmend Aufmerksamkeit.
Dies hat die SPD-Landtagsabgeordnete Marianne Grosse in einem Gespräch mit dem Präsidenten der Landesärztekammer, Professor Fieder Hessenauer, erfahren. Hessenauer und Ärzte haben inzwischen auch mit dem Behindertenbeauftragten des Kreises Mainz-Bingen, Knut Jordan, Gespräche geführt. Außerdem wolle die Landesärztekammer die Aufklärung ihrer Mitglieder verstärken.
«Viele Schritte werden insgesamt dazu führen, dass die Arztpraxen für mobilitätseingeschränkte Menschen keine Hürden mehr sind», fasste Grosse das Gesprächsergebnis zusammen. Zwar sei nach der Verabschiedung des Landesgleichstellungsgesetzes schon viel geschehen, aber es sei noch viel zu tun. Der Antwort der Landesregierung auf eine parlamentarische Anfrage entnimmt die Abgeordnete, dass es bis auf einige Ratgeber auf kommunaler Ebene keine Verzeichnisse oder Register gebe, aus denen sich Menschen mit Behinderungen
über barrierefreie Praxen informieren könne.
Eine Ausnahme ist offensichtlich nach Informationen von Radio GanzNormal der Kreis Mainz-Bingen, wo der Behindertenbeauftragte so viel Vorarbeit geleistet hat, dass eine Arztpraxis in Nieder-Olm bereits eine Plakette für Barrierefreiheit erhalten hat. Weitere Praxen sollen im Laufe der Zeit in eine bereits erschienene Broschüre über behindertengerechte öffentlich zugängliche Gebäude aufgenommen werden, erklärt die Abgeordnete. omp
