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Schwerpunkt liegt bei Betreutem Wohnen







Hofgeismar (kobinet) In Hessen wird das Wohnangebot für Menschen mit geistiger, seelischer und körperlicher Behinderung sowie für Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen ausgebaut, da noch nicht in allen Regionen Plätze in ausreichender Zahl vorhanden sind. «Hierbei liegt der Schwerpunkt auf dem Betreuten Wohnen, das Menschen mit Behinderungen ein weitgehend selbständiges und selbst bestimmtes Leben ermöglicht. Denn es gibt viele Menschen mit Behinderung, die eine alternative Wohnform benötigen, die zwischen dem Wohnen bei den Eltern und einem vollstationären Wohnheim angesiedelt ist», erklärte die Hessische Sozialministerin Silke Lautenschläger kürzlich in Hofgeismar.



Sie nahm an der Einweihung der neuen Appartmentwohnanlage mit Betreutem Wohnen und der Wohnanlage für Schwerstmehrfachbehinderte «Buntes Haus» der Baunataler Werkstätten teil, die das Land mit 275.000 Euro unterstützt hat, und begrüßte beide als «weiteren wichtigen Baustein in der Versorgungskette im Landkreis Kassel». Erforderlich sind nach Ansicht der Ministerin in Hessen noch mehr regionale Versorgungsangebote, die ein selbständiges Leben von Menschen mit Behinderung fördern.



Das Betreute Wohnen sei eine menschenwürdige Lebensform für Betroffene. «Es bedeutet ein entscheidendes Stück Lebensqualität, wenn Betroffene nicht ausschließlich auf Angebote stationärer Betreuung zugreifen müssen. Eine Lebensführung in gewohnter Umgebung mit sinnvoller Begleitung unter Einschluss erforderlicher Hilfen bedeutet Integration, verhindert Benachteiligung und führt zu mehr Chancengleichheit von Menschen mit und ohne Behinderungen», so die Ministerin. Die Zeit sei vorbei, da Menschen mit Behinderung in fern abgelegene Wohnheime abgeschoben wurden.



Derzeit gibt es in Hessen im Betreuten Wohnen 6.767 Plätze für Menschen mit Behinderungen. In Wohnheimen stehen 12.495 Plätze zur Verfügung. Hierunter sind auch Plätze für Schwerstpflegebedürftige. Für diese Zielgruppe gibt es darüber hinaus 1.038 stationäre Plätze in Pflegeheimen.



Die Ministerin bezeichnete die beiden neuen Projekte der Baunataler Werkstätten als nachahmenswerte Beispiele, wie den speziellen Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen Rechnung getragen werden könne. Die Appartmentwohnanlage bilde ein Bindeglied zwischen dem klassischen stationären Wohnen und dem Betreuten Wohnen. Es handele sich um eine Form des selbständigen Wohnens mit einer intensiveren Betreuung als es das Betreute Wohnen vorsehe. «Hier wird die Möglichkeit eines gezielten Trainings zur Hinführung in die Verselbständigung geboten», lobte Silke Lautenschläger. Mit dem «bunten Haus» sei ein Wohnangebot für Menschen mit schweren Behinderungen und zusätzlichen Verhaltensauffälligkeiten entstanden, die über einen außergewöhnlichen hohen Hilfebedarf verfügten. omp
 






 
 
 

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