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Glück im Unglück
Frankfurt a.M. (kobinet) Im Schatten der US-Wahl stimmten in Kalifornien 69 Prozent der Wähler dafür, die Forschung an embryonalen Stammzellen mit drei Milliarden US-Dollar zu fördern. Mit den Folgen beschäftigt sich Jupp in der FORUM kolumne am Montag. Gouverneur Arnold Schwarzenegger hatte die von Behindertenverbänden sehr kritisch betrachtete Initiative befürwortet und distanzierte sich damit vom Kurs seines Parteifreundes George W. Bush.
Ein Tabubruch mit Folgen, meint Jupp. Die Industrie verspreche sich ein großes Geschäft mit der «Produktion» und wirtschaftlichen Verwertung überzähliger menschlicher Embryonen bei der sogenannten Invitrofertilisation (in vitro [latein.] = im [Reagenz-]Glas). «Das ist die künstliche Befruchtung von menschlichen Eizellen außerhalb des Mutterleibes. Dabei entstehen dann befruchtete Eizellen, die nicht zur Herbeiführung einer Schwangerschaft verwendet werden, wenn die Genetiker beispielsweise das 'Risiko' für die Entstehung eines behinderten Menschen vermuten. Dieses rigorose Auswahlverfahren wird als Präimplantationsdiagnostik (PID) bezeichnet. Aus den sozusagen als menschlichen Abfall entstehenden befruchteten Zellen können menschliche Embryonen industriell produziert werden, die sich dann zu embryonalen Stammzellen verarbeiten lassen. Aus diesen embryonalen Stammzellen, so verspricht sich die Industrie, lassen sich beliebige menschliche Ersatzteile und Organe herstellen», wird in der Kolumne erklärt. Die Regierung Bush habe bislang die UN-Konvention gegen das Klonen menschlicher Embryonen unterstützt. Jupp: «Glück im Unglück. Das Beste am Wahlsieg von Bush ist, dass Kerry nicht drankommt». Frantek

