Schwerst mehrfach behinderte blinde und sehbehinderte Menschen bedürfen unseres besonderen, liebevollen Umgangs. Angebot und Qualität unserer Arbeit entsprechen daher hohen Ansprüchen, orientieren sich an den Bedürfnissen der Blinden und Sehbehinderten und streben nach größtmöglicher Normalität und Selbstbestimmtheit.
Unser Wohnheim in Meerbusch-Strümp bietet 24 behinderten Menschen ein zu Hause. Aufnahme finden Blinde und hochgradig Sehbehinderte bei denen eine weitere Behinderung vorliegt.
Ziel unserer Arbeit ist die Entwicklung und Förderung der individuellen Anlagen. Im Zusammenspiel der unterschiedlichen Fachkompetenzen aus Pädagogik, Pflege und Physiotherapie fördern wir den Erhalt der körperlichen und geistigen Gesundheit unserer Bewohner.
Die Grundlage unserer pädagogischen Arbeit liegt in dem „Normalisierungsprinzip". Das heißt: Eine wichtige Zielsetzung ist die Aufnahme einer Arbeit entsprechend den Fähigkeiten. Die Mehrzahl unserer Bewohner sind in ihrer Entwicklung so weit gefestigt, dass sie eine Werkstatt für behinderte Menschen besuchen. Da die Werkstatt außerhalb des heimischen Umfeldes liegt, erleben sie die Trennung zwischen Arbeit und Wohnen. Der Tagesrhythmus gleicht sich an das Leben der übrigen Bevölkerung an und verleiht unseren Bewohnern das Gefühl von Normalität.
Diejenigen, die die Werkstatt noch nicht besuchen können, erhalten im Hause das erforderliche individuelle Förderprogramm. Gruppenübergreifende Dienste unserer Mitarbeiter ermöglichen täglich vielseitige Beschäftigungsangebote.
Im Folgenden möchten wir Ihnen einen kleinen Einblick über die Aktivitäten in unserem Hause geben.
Angebote sind:
Snoezeln auf unserem Klangwasserbett
Musizieren und Singen
Schwimmen in einem nahe gelegenen Hallenbad
Begleitung zum Reiten
Begleitung zur Hydro-Jet-Therapie
Hörbuchstunde
Behandlung durch die Krankengymnastin (2 Mal wöchentlich, ganztägig)
Bewegungsübungen auf der Hüpfburg
Mobilitätstraining.
Bei der Freizeitgestaltung beziehen wir sowohl die ganzheitliche Förderung als auch die Individualität der Bewohner ein.
Freizeitangebote außerhalb unseres Wohnheims wie z.B.
regelmäßiges Kegeln
Discobesuche
Spaziergänge
Einkäufe
Ausflüge und
Urlaube
stellen den Bezug zur Gesellschaft her. Dazu zählen auch die guten Kontakte zu den beiden konfessionellen Kirchengemeinden sowie der Gottesdienstbesuch.
Bei allen Freizeitangeboten, die wir außerhalb unseres Wohnheimes planen und durchführen, steht in der Regel für jeden Bewohner ein Betreuer bereit. Er schildert Situationen, gibt Erklärungen und bietet durch die körpernahe Begleitung die Sicherheit und das Vertrauen, das unsere Bewohner benötigen.
Bei allen stattfindenden Förder- und Freizeitangeboten sowie den Basisversorgungen und Schulung in lebenspraktischen Fähigkeiten geben wir unterstützende Hilfen. Dabei berücksichtigen und fördern wir die eigenständigen Teilfähigkeiten. Kommt der Bewohner an seine körperlichen oder geistigen Grenzen trainieren wir kooperatives Verhalten. Großen Wert legen wir auf den Ausdruck eigener Wünsche, die in Form von Worten, Lauten, Gestik, Zeichen oder Körpersprache erfolgen können.
Da wir eine kleine Einrichtung sind, bewahren wir uns einen Familiencharakter. Jedem Bewohner ist eine Bezugsperson zugeteilt, die auf der Grundlage der gegenseitigen Sympathie ausgewählt wird. Damit fangen wir psychosoziale Probleme im Vorfeld auf und nur so kann das Gefühl des „Angenommenseins" entstehen.
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